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EINE FÜHRUNG ZUR REFORMATION

Auf den Spuren der Reformation in Braunschweig

Wenige Jahre nach dem Thesenanschlag in Wittenberg 1517 erfasste die reformatorische Bewegung auch Braunschweig. In der Frühphase kamen die Anstöße zunächst von außen, etwa durch die Verbreitung der Lutherschriften, durch Flugblätter mit ihrer Kirchenablass- und Pfaffenkritik oder durch Bürgersöhne, die in Wittenberg studierten. So auch Gottschalk Kruse, Benediktinermönch, Theologe und Prediger, der in Erfurt und Wittenberg unter anderem bei Martin Luther studiert hatte und sich dann der lutherischen Lehre zuwandte. Mit seinen Predigten und biblischen Lesungen, die er ab 1522 im Aegidienkloster hielt, fand er nicht nur großen Anklang bei der Bevölkerung, sondern förderte damit maßgeblich die Ausbreitung des evangelischen Glaubens in Braunschweig.

Die Einführung der Reformation nach lutherischem Bekenntnis erfolgte in Braunschweig im Brüdernkloster durch Johannes Bugenhagen. Bugenhagen war Stadtpfarrer in Wittenberg, aber auch engster Mitarbeiter und Beichtvater Martin Luthers. In diesem Kloster erarbeitete Bugenhagen zusammen mit dem "Geistlichen Ministerium", der Pfarrerschaft und dem Rat der Stadt die "Braunschweiger Kirchenordnung", die Vorbild und Grundmuster zahlreicher lutherischer Kirchenordnungen geworden ist. Offiziell wurde die Kirchenordnung am 5. September 1528 vom Rat der Stadt angenommen.

 

Auszug aus der Kirchenordnung wo es um die Einrichtung von Schulen geht:

Zweier lateinischer Schulen bedürfen wir, diese desto besser zu versorgen, dass es nützlich der Stadt sei und beständig bliebe. So soll die eine sein zu St. Martini mit einem Magister artium. Der soll eine Wohnung haben mit Küche und Keller. Sein Sold sollen 50 Gulden sein, aber das erste Jahr nur 40. Der soll einen gelehrten Helfer haben: sein Sold soll 30 Gulden sein. Der Kantor bekommt viel Arbeit in der Schule und Kirche alle Tage mit den Jungen: dem 30 Gulden. Er soll noch einen Gesellen für die kleinsten Kinder haben: dem 20 Gulden.

Die andere Schule zu St. Katharinen mit einem gelehrten Schulmeister. Seine Wohnung soll Küche und Keller haben. Sein Sold soll sein 30 Gulden. Sein Kantor soll haben 20 Gulden, der Untergeselle auch 20 Gulden. Ein jeder Geselle muss ein Zimmer und eine Kammer haben. Die Wohnungen der Schulmeister und Gesellen sollen alle Weichbilde zusammen aus ihrem „gemeinen Schatzkasten“ unterhalten und bauen. wollte ein Geselle ehelichwerden und könnte seine geringe Haushaltung nicht auf seiner Kammer haben, so verschaffe das Kirchspiel, dahin er an den heiligen Tagen zum Singen verordnet hat, ihm eine geringe und bequeme Wohnung. Die Kinder von den Geschlechtern und Reichen sollen pro Jahr für die Schule 4 neue Schillinge geben und die anderen 3 neue Schillinge. weil das aber sehr gering ist; will man es in eines jeden Bedenken gestellt haben, ob man das erhöhen und womit man das verbessern wollte. Der Anteil des Soldes und Lohnes von den Kindern soll alle halbe oder viertel Jahr anfallen. 

 


 

Auf den Spuren der Reformation in Braunschweig

Die Führung führt zu den wichtigsten Stätten, die in der Zeit der Reformation in Braunschweig eine bedeutende Rolle gespielt haben. Vom Brüdernkloster führt der Weg zur Magnikirche, in der noch vor der Durchführung der Reformation die erste Taufe in deutscher Sprache stattfand und das Abendmahl in beiderlei Gestalt ausgeteilt wurde. Dann geht es weiter zur Andreaskirche, deren Doppelturmanlage ein sichtbares Zeichen der Reformation ist. Die Führung endet am Brüdernkloster, in dem die Reformation unter Johannes Bugenhagen durchgeführt wurde.

Dauer:          2,0 Stunden

Preis:            90,-- EUR (max. 25 Personen, jede weitere Person 3,-- EUR)
                     20,-- EUR für jede weitere angefangene Stunde

Treffpunkt:   jeweils nach Absprache

 


  

             Brüdernkirche

Romanischer Kreuzgang St. Aegidien                      Brüdernkloster   

 


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ANKE WICKBOLDT - IHRE GÄSTEFÜHRERIN IN BRAUNSCHWEIG